Kizomba

Kizomba ist mittlerweile auch in Europa eine beliebte Musikrichtung und Tanzstil. Entstanden ist die Kizomba ursprünglich aus dem Tanz Semba. Dieser Tanzstil bedeutet so viel wie Fest, Spiel oder auch Unterhaltung. Die Musik zu diesem Tanz ist meist sehr sinnlich.
Auch hier gibt es verschiedene Stile. Der bekannteste Stil heißt Passada. Hierbei läuft das Pärchen in einer sehr engen Tanzhaltung vorwärts, rückwärts und diagonal. Dieser Schritt kann als veränderter Discofox-Grundschritt gesehen werden. Laut der europäischen Tanzbevölkerung ist Kizomba eine Vermischung aus Reggea, Bachata und Tango.

Hier ein Beispiel für Kizomba:

Bachata

Dieser Tanz stammt aus der Dominikanischen Republik. Der Begriff „Bachata“ bezeichnet sowohl eine Musikrichtung, als auch einen Tanz. Der Takt der Musik ist ein 4/4 Takt. Geprägt ist die Musik von den mitspielenden Gitarren, welche einen hohen und leicht leiernden Klang von sich geben (ursprünglich). Die Themen der Bachatamusik sind meist romantisch.
Allgemein wird beim Tanzen ein Bein neben das andere gestellt (auf 1, 2, 3). Bei der 4 wird das freie Bein leicht angehoben. Eine andere Version für den 4. Taktschlag ist, das freie Bein „anzustellen“ mit einem Tipp. Für diesen Tanz gibt es mehrere Variationsmöglichkeiten. Früher galt die Bachatamusik oftmals als vulgäre Musik.
Bachata ist nicht direkt Salsa, wird dennoch auf jeder Salsaparty gerne gespielt und getanzt.

Merengue

Merengue bezeichnet einen Tanz, aber ebenfalls eine Musikrichtung, welche im 2/4 Takt gespielt wird. Hier sind deutliche Trommelschläge zu hören, was beim Tanzen dazu führt, dass der Rhythmus relativ leicht zu erkennen ist. Über die Anfänge von Merengue ist nichts Genaues bekannt, jedoch wird er viel in der Dominikanischen Republik getanzt. Bei diesem Paartanz wird jeder Taktschlag mit einem Schritt getanzt. Dabei ist es egal, ob der Schritt nach vorne, hinten, oder zur Seite geht.
Auffallend sind bei der Merengue die markanten Hüftbewegungen und eine sehr enge Tanzhaltung. Dennoch können sehr aufwendige und spezielle Drehungen vorkommen. Domikaner aber trennen sich während des Merengue-Tanzens nicht von ihren Tanzpartnern, da dieser Tanz dort mit viel Körperkontakt getanzt wird. Bei den Drehungen ginge der Kontakt verloren.

Merengue ist durch den gut erkennbaren Rhythmus besonders gut eine gute Gelegenheit für Anfänger, die gelernten Salsa-Figuren zu üben.

Rueda

Rueda heißt übersetzt so viel wie Rad. Hierbei tanzen mehrere Paare (mindestens zwei) im Kreis gleichzeitig die gleichen Figuren. Bei zu vielen Paaren können auch zwei Kreise gebildet werden. Basis hierfür ist der Cuban Style aus dem Bereich Salsa.
Charakteristisch für die Rueda ist der Tanzpartnerwechsel. Damit jeder der Tänzer weiß, was zu tun ist, wird vor dem Tanzen ein Ansager bestimmt, der während der Rueda die einzelnen Figuren ansagt. Bei der Wahl des Ansagers ist es wichtig, dass dieser Job von einer Person mit kräftiger Stimme ausgeführt wird, da dieser gegen die Musik ankommen muss (meist ein Mann). Es kann aber vorkommen, dass verschiedene Rueda-Formationen mit unterschiedlichen Lehrern nur schlecht zusammen getanzt werden können. Bei der Rueda kommt schnell eine gewisse Gruppendynamik auf.

Cuban Style

Diesen Stil kann man auch als „Casino“ bezeichnen. Wie der Name es schon sagt, kommt dieser Stil aus Kuba. Hier gibt es keine klare Ausrichtung, wodurch der Cuban Style spielerisch und besonders lebhaft wirkt. Dennoch ist es nicht gesagt, dass dieser Stil der Einfachste ist. Schon alleine beim Grundschritt gibt es einige Variationsmöglichkeiten.
Der Cuban Style untserscheidet sich vom L.A. und N.Y. Style besonders in der Hinsicht, dass er um einen Punkt getanzt wird. Dadurch entsteht eine Kreisbewegung, die nicht mit der Linie der anderen Styles vereinbar ist. Ein weiterer Unterschied ist die Gebundenheit an den Tanzpartner. Die Dame hat so kaum Chancen auf eigene Interpretationen, wie beispielsweise Ladystyling. So wird der Cuban Style oft als Konkurrenz zum Los Angeles Style und New York Style gesehen.
Beginn ist hier, wie auch im L.A. Style auf die 1. Oftmals zeichnet sich der Cuban Style des Weiteren durch Improvisation und wenig Regeln aus. Fließender und langsamer wirkt dieser Stil im Vergleich zum L.A. Style. Besonders geeignet ist dieser Style für volle Tanzflächen.

New York Style (N.Y. Style)

Dieser Stil hat Ähnlichkeiten mit dem Los Angeles Style. Er ist eine Kombination aus Solo-Schrittkombinationen und gemeinsamen Figuren. Zum einen besteht der Stil aus Improvisation, zum anderen aus Perfektion, wie es in den Standardtänzen Gang und Gebe ist. Wie der L.A. Style wird auch der New York Style ebenfalls auf Linie getanzt.
Die Frau steht im Mittelpunkt und die Drehungen werden auf der Stelle getanzt. Beide Partner kennen in diesem Stil die Figuren, welche aber unterschiedlich kombiniert werden können. Oftmals wird der N.Y. Style als der „klassische Salsa-Tanzstil“ tituliert. Im Gegensatz zum L.A. Style beginnt der New York Style nicht auf 1, sondern auf die 2.

Los Angeles Style (L.A. Style)

Der Los Angeles Style entstand zwischen 1995 und 2000. Dieser Style wird „auf Linie“ getanzt und beginnt auf die 1. Das bedeutet, es gibt kaum „kreisende“ Figuren und der Beginn ist auf den ersten Schlag eines Taktes. Durch die speziellen Figuren in diesem Stil war und ist er sehr interessant für Filme und Shows.
In Europa ist dieser Stil mittlerweile sehr beliebt und wird sowohl unterrichtet, als auch und vielen Partys getanzt. Der L.A. Style zeichnet sich durch folgende Merkmale aus: Der Mann geht aufn die 1 mit seinem linken Fuß vorwärts, die Dame mit ihrem rechten Fuß rückwärts. Es gibt Phasen während des Tanzens, in denen die Tanzpartner keinen Kontakt zueinander haben. Hier haben sowohl der Mann, als auch die Frau Zeit für ihr „Styling“. Dies bedeutet, beide tanzen für sich und zeigen was sie können.
Allgemein wird dieser Style zackig und temperamentvoll getanzt. Drehungen, egal ob für den Herren oder die Dame werden auf der Stelle getanzt. Typische Figuren sind: Cross Body Lead, Open Break, Sombrero und Titanic.

Stile und Tänze in der Salsa-Szene

Salsa ist nicht nur ein Tanz, sondern noch mehr. Es gibt zum einen verschiedene Stile, als auch noch weitere Tänze, die auf vielen Salsa-Partys zu finden sind. Zu den wichtigsten Stilen der Salsa-Szene gehören der Los Angeles Style ( L.A.Style), New York Style ( N.Y. Style) und der Cuban Style. Eine weitere Form Salsa zu tanzen ist die Rueda, ein Kreistanz.
Natürlich wird auf einer Salsa-Party nicht nur Salsa Musik gespielt. So gibt es auch noch ein paar weitere Tänze, welche immer mal dort Tanzen kann: Merengue, Bachata und Kizomba.

Im den folgenden Beiträgen werden diese Tänze bzw. die Tanzstile einmal genauer betrachtet und die Unterschiede verdeutlicht.